Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Peter Ellinghaus
Spenden Sie eine besondere Form von Trost und Beileid: Lassen Sie einen Gedenkbaum in einem regionalen Waldgebiet pflanzen.
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Nachruf Neue Westfälische
01.08.2013 um 11:28 Uhr von NW / WB
Beverungen trauert um Peter Ellinghaus
Altbürgermeister starb im Alter von 84 Jahren
Beverungen (mbr/nw). Trauer in Beverungen: Der frühere Bürgermeister der Stadt, Peter Ellinghaus, ist tot. Ellinghaus starb am Dienstag im Alter von 84 Jahren.
Am, 12. Mai 1929 In Gelsenkirchen geboren fand der Apotheker Peter Ellinghaus seinen beruflichen und privaten Lebensmittelpunkt an der Weser. Die Beverunger Liborius-Apotheke war die Stätte seiner Arbeit. Darüber hinaus engagierte sich das CDU-Mitglied früh in der Kommunalpolitik: Von 1961 bis 1969 als Mitglied des Rates der Stadt und des Amtes Beverungen, wo er verschiedenen Ausschüssen angehörte. Von 1975 bis 1984 war er dann Mitglied des Rates Beverungen und gleichzeitig auch Bürgermeister.
Es war eine gute Amtszeit über zwei Wahlperioden, in der die Stadt Beverungen, damals mit Stadtdirektor Albert Brand, ihre wirtschaftliche Blütezeit erlebte. Mit dem Kernkraftwerk Würgassen, als großem Arbeitgeber im Rücken war vieles möglich.
Wichtige Entscheidungen in seiner Amtszeit waren unter anderem die Errichtung des Gymnasiums, die Stadtkernsanierung, nicht nur in Beverungen, sondern auch auf den Dörfern, der Brückenbau zwischen Herstelle und Würgassen, mit dem Ziel, eine Umgehungsstraße für Beverungen zu erreichen. Mit dem Brunnenbau bei Roggenthal wurde erreicht, die im Sommer unter Trockenheit leidenden Bergdörfer Haarbrück, Jakobsberg, Tietelsen und Rothe mit fließendem Wasser zu versorgen. Außerdem lagen ihm die Verbesserung der Infrastruktur, die Ausweisung des Baugebietes in Dalhausen, der Ausbau der Ortsdurchfahrt und die Besiedelung des Industriegebietes am Herzen. Auch auf den Bau der Stadthalle hat er hingewirkt. Die Gründung der Kulturgemeinschaft und die Förderung der Partnerschaften der Beverunger Ortsteile zu fünf französischen Gemeinden waren ihm ein besonderes Anliegen.
Bereits vor Schaffung der gesetzlichen Grundlagen ließ er seine alte Apotheke als Baudenkmal restaurieren und gab so den Anstoß für die Renovierungs- und Restaurierungsmaßnahmen in der Innenstadt.
Darüber hinaus gehörte Peter Ellinghaus in den Jahren 1970 bis 1979 ununterbrochen dem Höxteraner Kreistag an. Während dieser Zeit war er Mitglied in vielen Ausschüssen und hat in einer Vielzahl kommunaler Gremien und Einrichtungen mitgearbeitet.
Außerdem war er von April 1973 bis März 1977 als ehrenamtlicher Richter beim Verwaltungsgericht Minden tätig.
Ebenso war er im Kirchenvorstand der katholischen Kirchengemeinde, im Offizierskorps des Schützenvereins und im Rotary-Club engagiert.
Sein vielfältiger Einsatz für das Gemeinwohl wurde im Jahr 1987 mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande gewürdigt.
Sein Haus am Kapellenberg war ein weltoffenes Haus: Knapp 20 Apotheker-Praktikanten und Gaststudenten aus aller Welt gingen hier ein und aus. Und bedingt durch das Engagment seiner Ehefrau Heidi Ellinghaus in der Beverunger Kulturgemeinschaft waren auch zahlreiche berühmte Schriftsteller wie Günter Grass, Robert Gernhardt, Lew Kopelew oder Elke Heidenreich beim Ehepaar Ellinghaus zu Gast.
„Geprägt von Geradlinigkeit und Sachlichkeit griff er die Freuden und Sorgen der Menschen in unserer Stadt gleichermaßen auf, um sich in den Gremien des Rates mit ganzer Kraft dafür zu verwenden“, schreibt Bürgermeister Christian Haase in einem Nachruf. Das Wohl der Stadt Beverungen und ihrer Bewohner sei für Peter Ellinghaus stets vorrangiges Anliegen und Ziel seiner kommunalpolitischen Arbeit gewesen.
Peter Ellinghaus hinterlässt seine Ehefrau Heidi Ellinghaus sowie eine Tochter und drei Söhne.